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la douce france
„ihre gefällige anmut ist von einer schönheit die reizt, ohne zu verführen. die ganze landschaft ist hübsch und voller abwechslung, sie hat mehr vernunft als größe ... sie ist echtes frankreich.“ als gustav flaubert, französischer schriftsteller, diese poetischen zeilen über das loire-tal schrieb, wähnte er sich zwar noch in einer zeit ohne industrialisierung, jedoch die stille, der genuss und „die träumerische sorglosigkeit“ hat sich die gegend südwestlich von paris in weiten teilen noch bis heute erhalten. das sprichwörtliche „la douce france“, das liebliche frankreich, ist hier an vielen orten kein klischee.
wer die touristischen „trampelpfade“ der schlosstouren verlässt, findet neben der loire noch wahre oasen der ruhe und muße. die vielen nebenflüsse versorgen das tal mit reichlich energie, lassen wälder und wiesen majestätisch sprießen und eine fruchtbare fauna und flora entstehen. an den ufern des coson, des beuvron, des sauldre und chers, der vienne und des indres findet man viele einladende plätze und picknickwiesen für geruhsame tage und abende. auch das eine oder andere private „chateau“ versteckt sich hinter kleinen wäldern und nebenstrassen. im frühjahr und sommer sind an den vielen bewaldeten ufern ausflügler und angler zu beobachten, die den tag unter schattigen bäumen verbringen und die seele baumeln lassen. der nächste frühling kommt bestimmt ...
fotos von karin loika
pool journal