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necessary?

es gibt dinge, die braucht man nicht wirklich. oder doch? vor allem bei spielzeug, accessoires, schuhen oder der kunst ist dies eine ewig anhaltende streitfrage: was ist nun wirklich „notwendig“ und was nicht? was wertvoll, was sinnlos? wo endet bescheidenheit und beginnt luxus? und: wer legt all diese normen für uns fest? klare antworten auf diese fragen gibt es nicht. wird es wahrscheinlich auch nie geben. stets ist es das kulturelle und soziale umfeld, welches die perspektive, die wahrnehmung des einzelnen für die schöpferischen dinge der erde schärft. außerdem liegt ein nicht unwesentlicher faktor ja auch darin, wie hoch unser geldvermögen ist, um dinge überhaupt erst als erachtenswert oder gar als „unbedingt notwendig“ betrachten zu können ...

wer sich die luxuriösen spielzeuge in dem soeben erschienen buch „luxury toys – top of the world“ (teneues) von patrice farameh ansieht, wird bei manchen dingen staunen, amüsant schmunzeln und sich möglicherweise eine grundsätzliche frage stellen: worin liegt dieser unbändige wille mancher menschen nach so einer art der opulenz zu streben?

wahrscheinlich ist es aber eher müßig zu fragen, „warum“ sich jemand nun ein mobiltelefon mit 100-karätigen diamanten kauft, eine 88 meter lange mega-segeljacht um 200 millionen dollar leistet, sich eine luxusimmobilie wie die 30 hektar große necker insel in der karibik aneignet oder einen 200.000 dollar teuren trip mit virgin galactic ins weltall bucht. für diese menschen gilt es vielmehr den „appetit zu befriedigen auf die aufwendigsten, einzigartigsten produkte und ereignisse, die es gibt“, wie herausgeberin patrice farameh in ihrem vorwort betont. es geht darum, „luxus-spielzeuge“ zu haben, welche sich die meisten menschen dieser welt nie leisten werden können, extravagante güter zu besitzen, die unübertrefflich, schlicht ultimativ sind. ob diese luxusgüter letztendlich wirklich zum zenit des glücks führen, lässt sich daraus aber nicht erkennen.

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