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paris, milan, st. moritz
sport-bekleidung auf zeitlos-urbane art. dies ist die philosophie der neuen, im kommenden winter erscheinenden ski-kollektion der schwedischen urbanwear-marke j. lindeberg. high-tech-materialien, innovative details und reduziert-stilvolle schnittformen, eine art alpin-urbaner mix der hier entstanden ist. fredrik dahl, concept director ski bei j. lindeberg, sieht in diesem zeitlos anmutenden look die zukunft in der winterbekleidung.

sport und mode können schon lange nicht mehr voneinander getrennt werden. in den vergangenen jahren haben sich funktionelle details aus der sports-activewear auch bei den urbanen outfits in der stadt durchsetzen können. fredrik dahl, concept director ski bei j. lindeberg, kann dies auch aus seinen analysen bestätigen und forciert diese ausrichtung nun auch bei der urbanwear-marke j. lindeberg.

dahl arbeitete zuvor als design director bei der us-sportmarke north face in san francisco sowie für die schwedischen sportmarken haglöfs und peak performance. allen drei marken ist es in den vergangenen jahren gelungen, über den sportbereich hinaus ebenso in das modesegment einzudringen. aus der vergangenen tätigkeit dahl’s für die marke peak performance resultiert nunmehr auch der „draht“ zu stefan engström, ehemaliger ceo von peak performance und nunmehriger chef von j. lindeberg. was engström und fredrik dahl jetzt entwickelt haben, ist ein konzept, das nicht vom sport in die mode sondern von der mode in den sport führt. als ziel gelte es, nicht weniger als eine glaubwürdige sportsfashion-marke zu werden.

auf der guten und sehr produktiven basis und zusammenarbeit mit stefan engström bei der sportmarke peak performance basierend möchte dahl nun auch die elemente „fashion & high function“ bei j. lindeberg einfließen lassen und nutzen. „stefan und ich waren in unseren vorstellungen und ansichten zumeist einer meinung. er ist ein sehr exzentrischer typ mit klaren vorstellungen und konstruktiver arbeitsweise, eine sehr gute mischung, wie ich meine.“ die liebe zum sport verfolgt dahl wie auch engström, der ein leidenschaftlicher surfer, golfer und ein exzellenter skifahrer ist. aus dieser leidenschaft hat sich nunmehr auch die neue ski-linie bei j. lindeberg herauskristallisiert, die im kommenden herbst/winter 2009 erstmals auf den markt gebracht wird.

„unser ziel ist es, mit dieser ski-linie vor allem gute sport- und skiwear zu kreieren, mit unserem verständnis für qualität und technologie!“, betont der concept director ski, fredrik dahl. aus der vorliebe für zeitgemäßes (mode-)design konnte eine besondere mischung aus sportlicher funktion und stilsicheren aspekten gefunden werden. mit der (schwedischen) perspektive auf einen zurückhaltenden, cleanen look möchte man bei der neuen ski-kollektion die ursprünglichen wurzeln von j. lindeberg hervorheben, welche im segment der urbanen bekleidung liegen. die modischen schnittformen der aus high tech-materialien gefertigten produkte für damen und herren, finden damit sowohl auf der piste am berg als auch in der großstadt seine ideale anwendung. „unser ansatz ist es, zeitlos schöne produkte zu entwerfen, deren funktionen sowohl während als auch nach dem sport passen.“

wer die vielen design-klassiker aus dem europäischen norden betrachtet, könnte zu dem schluss kommen, skandinavisches design habe generell die eigenschaft, zeitlos zu sein? „das könnte durchaus sein“, bestätigt dahl. gerade die schwedische wirtschaft fusst auf sehr basis-orientierte, qualitätsvolle produkte für den alltag, auch im modischen bereich. und obwohl natürlich auch in schweden immer neue, junge marken und trends entstehen, sind es nie allzu aggressive oder plakative dinge, die für aufsehen sorgen sondern eher auf qualität und zeitgemäße interpretationen ausgerichtete produkte. was gerade in diesen schwierigen zeiten auf fruchtbaren boden fällt. „die menschen wollen sich nicht auf modische experimente einlassen, sondern setzen auf eine solide mischung aus qualität und funktion“, betont fredrik dahl. „was ich in den vergangenen jahren im sehr technik-orientierten sportswear-business gelernt habe, ist, wenn du etwas neues machen möchtest, dann muss es deutlich besser sein als alles bisherige, sonst wird es nicht als innovation anerkannt.“ auf dieser ebene möchte j. lindeberg auch dem fachhandel, sowohl dem trend-orientiertem als auch jenem mit fokus active-sportswear, ein glaubwürdiges konzept der „future-sportswear“ bieten.

die bisherige positive resonanz aus den internationalen flagship-stores von j. lindeberg bestätigt jedenfalls den eingeschlagenen weg aus urbanität und sport: der anspruchsvolle konsument von heute frequentiert nicht nur die „hot spots“ der stadt, sondern zunehmend auch die in der natur.

helmut wolf
pool journal