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häufig gestellte fragen

ihr lieblingsfoto?

... gibt es nicht, weil es einfach zu viele fantastische bilder gibt. auf ein lieblingsfoto kann ich mich einfach nicht festlegen. im besonderen aber fasziniert mich die schwarz/weiß-fotografie.

ihr liebstes fotomotiv?

auch hier fällt es mir wirklich schwer mich festzulegen. aber im familiären umfeld gibt es einige motive, an denen ich immer wieder fasziniert hängen bleibe.

ihre liebste fotokamera?

die nikon d300 – eine allround-fotokamera auf höchstem niveau!

mirror reflex

das festhalten eines augenblicks gelingt mit einem foto wahrscheinlich am ausdrucksstärksten und nachhaltigsten. daran hat sich seit den anfängen der fotografie vor rund 150 jahren wenig verändert. eine radikale veränderung hat jedoch gerade die technik in den vergangenen jahren erfahren. maßgeblich an der technischen entwicklung der vergangenen jahrzehnte mitbeteiligt war vor allem das japanische fotounternehmen nikon.

durch den umstieg von der analogen zur digitalen technologie haben sich zugang und empfinden der menschen für das fotografieren entscheidend verändert. fotografieren ist zum massenphänomen geworden, zu einer gesteigerten form der kommunikation. markus hillebrand, manager communications & pr bei nikon, versucht im nachfolgenden gespräch zu erklären, wo die faszination der fotografie liegt und warum diese zu einem essentiellen bestandteil unseres heutigen lebens geworden ist.

lieber herr hillebrand, worin liegt für sie die große faszination der fotografie?

ist es nicht faszinierend, mit einem knopfdruck situationen, stimmungen und ereignisse festhalten zu können? inzwischen kann jedermann fotos in guter qualität erstellen – mit der digitalen fotografie ist der einstieg so einfach wie nie.

fotos zu betrachten bedeutet für uns menschen eigentlich immer auch auf vergangene momente, in die vergangenheit zu blicken. ist ein foto so etwas wie ein ewiges dokument, ein „visuelles beweisstück“ für die zukunft?

fotos können ganz vielen zwecken dienen: sie sind erinnerung, dokumentation, kunst und - digital versendet – auch kommunikation. das bedeutet, fotos sind ein wesentlicher bestandteil unseres lebens. dank der vorteile der digitalen technik fotografieren die menschen heute mehr als jemals zuvor …

warum glauben sie, verfügt gerade japan über diese jahrzehntelange, große tradition hochwertiger fototechnik?

eine gute frage! ich denke, dass zu beginn des letzten jahrhunderts in japan die feinmechanische und optische industrie sehr weit entwickelt war und es ingenieure mit visionen gab, die auf diese neue technische entwicklung der fotografie setzten. das know-how der linsenproduktion hat sich nikon damals übrigens mit optikern aus deutschland geholt.

mediale fotos können eine manipulierte wirklichkeit, einen bestimmten blickwinkel darstellen - entsprechend beeinflussen. eigentlich haben fotografen ja eine besonders große verantwortung in unserer gesellschaft, oder?

jeder der sich mit seinen arbeiten an die öffentlichkeit wendet, muss beachten, welche wirkungen diese haben könnten. wer bilder manipuliert, so meine ich, sollte das auch kenntlich machen. in der kunst ist das ein wichtiges stilmittel, in der journalistischen bildberichterstattung hat das aber nichts zu suchen. fotografen haben – ebenso wie redakteure - eine besondere verantwortung in der gesellschaft: sie sind meinungsbildner und können den blick der öffentlichkeit durch ihre darstellung in eine bestimmte richtung lenken. gerade im journalismus hat die fotografie neben den sachlichen fakten eine stark emotionale aussagekraft – und damit eine erhebliche wirkung.

worin liegt für sie der markanteste unterschied zwischen analoger und digitaler fotografie?

fotografieren ist mit der digitalisierung einfacher und qualitativ hochwertiger geworden. vielen menschen ist es mit einer digitalkamera heute möglich, qualitativ gute bilder zu machen, und es werden stetig mehr. das vorwissen und die erfahrung, die man seinerzeit bei einer analogen spiegelreflexkamera benötigte, um handwerklich gute bilder zu machen, übernimmt heute zu großen teilen die technik der kamera. dem fotografen bleibt somit theoretisch mehr zeit, sich um bildausschnitt und bildwirkung zu kümmern. ob dadurch schönere bilder entstehen, sei dahingestellt, ist ja auch geschmackssache. auf jeden fall werden viel mehr fotos gemacht, als noch zu analogen zeiten. speicherplatz für die digitalen fotos kostet extrem wenig, im vergleich zum kauf von filmen und anschließenden ausarbeiten der bilder auf fotopapier.

digitales fotografieren ist ähnlich wie mobiles telefonieren zu einem massenphänomen geworden. ein foto ist schnell und unkompliziert gemacht, aber auch schnell wieder vergessen. ist das foto heute gewissermaßen „weniger wert“ als in früheren zeiten analoger bilder?

ich glaube nicht, das sich der wert von bildern verändert hat, sondern eher die verwendung. die web 2.0-plattform flickr.com beispielsweise ersetzt das fotoalbum, jedermann kann fotobücher zuhause am computer erstellen, millionen von digitalen bildern dienen in handys als bildschirmhintergrund oder werden als mms verschickt usw.. das foto dient gewissermaßen einer neuen art der kommunikation. ist ein solcher verschickter „schnappschuss“ weniger wert ...?

ist es in zeiten von fotohandys für qualitätsmarken wie nikon besser oder schwieriger geworden, sich mit hochwertigen fotoapparaten zu unterscheiden?

beide bereiche haben ihre zielgruppen. die hobbyisten und profis schätzen die qualität von nikon, und spiegelreflexfotografie ist so beliebt wie nie zuvor. gerade auf dem umkämpften kameramarkt verzeichnet besonders die spiegelreflexfotografie hohe wachstumsraten, wovon nikon als marktführer natürlich profitiert. und die handykamera ist heute für viele der einstieg in die digitale fotografie.

gibt es eigentlich noch bzw. wieder interesse für schwarz/weiß-fotografie?

natürlich gibt es noch interesse an schwarz/weiß-fotografie! gerade im künstlerischen bereich, oder bei portraitaufnahmen sind heute schwarz/weiß-bilder immer noch sehr angesagt. übrigens: mit der neuen generation unserer digitalen spiegelreflexkameras kann man bereits vor der aufnahme den schwarz/weiß modus einstellen.

das verhalten der konsumenten hat sich mit der durchsetzung der digitalfotografie völlig verändert. wurde früher speziell bei anlässen fotografiert, so wird heute ständig fotografiert, inszeniert, zum spaß, zur unterhaltung, zur kommunikation. muss ein fotogerätehersteller wie nikon vor allem auch auf soziale strömungen und trends in der gesellschaft achten?

ja, unbedingt! nikon achtet sehr genau auf die wünsche, die individuellen bedürfnisse und das nutzerverhalten der menschen. so entwickeln wir zum beispiel im kompaktkamerabereich mit der „life-serie“ einsteigerkameras, ästhetisch herausragende geräte in der „s-serie“ und besonders leistungsfähige kameras im performance-bereich, um jedem kundenbedürfnis gerecht zu werden. darüber hinaus sind technische entwicklungen - wie live-view, rote augen-korrektur, portrait-autofokus oder wifi-verbindung jene features, die kundenbedürfnisse im markt befriedigen.

wie und wo sehen sie die zukunft der fotografie?

die digitalisierung der fotografie und der technische fortschritt in der kameratechnik eröffnen dem hobbyfotografen wie dem profi völlig neue möglichkeiten. schneller autofokus, unsere bild-stabilisierende vr-technologie und diverse fotoassistenten ermöglichen heute quasi jedermann, gute bilder zu machen. noch vor wenigen jahren musste man dafür teure kameras und viel know-how mitbringen. heute bietet nikon günstige spiegelreflexkameras an, mit denen einsteiger ihre persönlichen fotografischen fähigkeiten schritt für schritt perfektionieren und ausweiten können.

aber auch bei den profis hat sich viel getan: iso bereiche über 25.000 (extreme lichtempfindlichkeit, anm.), elf bilder in der sekunde, motiv-erkennung und vernetzung der kameras über w-lan unterstützen den profi heute effektiv bei seiner arbeit. hinzu kommen die möglichkeiten des internets, wie file-sharing, geo-tagging (bildinformationen mit koordinaten, anm.), online-galerien, fotoblogs usw., die fotografen sind heute global vernetzt und tauschen sich aus. das alles sind spannende entwicklungen, die wir beobachten und in unseren kameras mit berücksichtigen.

helmut wolf
pool journal