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ruby tuesday
die geschichte des helms ist neben der reinen schutzfunktion für den kopf immer auch eng mit der des repräsentativen zwecks verbunden. die aufwendige gestaltung galt bei den antiken helmen der griechen und römer ebenso wie bei den rittern des mittelalters als notwendiges attribut der kopfbedeckung. das im land der großen tradition edler kopfbedeckungen – in frankreich beheimatete atelier ruby setzt mit seinen stilvollen motorradhelmen auf eine gelungene mischung aus alt und neu.

in den vergangenen jahren hat sich gerade der motorradhelm vom reinen funktionsprodukt zum stilvollen mode-accessoire entwickelt. dazu beigetragen hat mit sicherheit die zunehmende anzahl der tendenziell modisch orientierten scooter- und motorroller-fahrer, deren anspruch an den helm es war, nicht nur die klassische schutzfunktion sondern durchaus erwartungen an design und farbgestaltung zu erfüllen. der oftmals gesetzlich vorgeschriebene helm soll schließlich nicht nur vor einem eventuellen aufprall und unfall schützen, sondern ebenso zur persönlichkeit und zum entsprechenden outfit passen. schließlich betritt der motorisierte fahrer früher oder später ein lokal oder restaurant, fährt mit dem motorrad in die arbeit oder stellt sein motorrad ab, um einen stadtbummel zu machen – stets dabei: sein helm, den er auf tisch oder bank platziert oder der einfach lässig an seinem arm baumelt. der helm gerät dabei immer stärker zum modischen statement.

der franzose jeróme coste hat sich dieser tendenz und verbindung zwischen „look“ und sicherheit angenommen und vor einiger zeit die motorrad-helm-marke „ruby“ in paris gegründet. aus hochwertigsten materialien und in edlen designs und farben gefertigt, bestechen die helmkreationen aus den „ateliers ruby“ durch ihre stilistische verbindung zwischen alten und neuen elementen. dabei finden sich anlehnungen an die rebellische kult-figur der 1950er-jahre, den bekennenden motorrad-fan steve mcqueen ebenso, wie futuristische science-fiction-komponenten und anspielungen auf die tradition des französischen luxus. aber auch die helm-tradition edler ritter spielt eine nicht unwesentliche rolle in der gestaltung, wie beispielsweise die verchromten außenränder der helme zeigen. ebenso finden sich reminiszenzen an die schönheit alter sport- und rennwägen. alle helme von ruby sind aus kohlenstofffasern gefertigt, einem material, das aus der raumfahrt stammt und dessen eigenschaft besonders hohe widerstandsfähigkeit bei gleichzeitig extremer leichtigkeit garantiert. das innenleben vereint entsprechend funktionelle ansprüche an sicherheit und tragekomfort auf höchstem niveau.

ruby-designer jeróme coste zur wirkung seiner helme beim motorisierten konsumenten: „wenn jemand sagt, wo bitte bekomme ich so einen helm für mich und mein motorrad, dann habe ich mein ziel erreicht!“

helmut wolf
pool journal