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photography rocks

fotografie gehört zur rockmusik, wie der strom in die elektrogitarre. schon von jeher war die fotografische dokumentation, das ins rechte licht rücken „abrockender“ musiker essentieller bestandteil und stilistischer wegbereiter dieses genres. für teds, mods, punks, hippies und rocker fungierten fotografisch festgehaltene aufnahmen diverser „jahrhundert-konzerte“ oftmals als triebfeder ihrer ideologie. „sex, drugs and rock ’n’ roll“ wurde erst als definiertes lebensgefühl „sichtbar“, als es sich mit entsprechender fotografie in zeitschriften, auf plattencovers und postern in seiner ästhetischen gesamtheit entfalten konnte. der rasende live-gig aus der konzerthalle, das im kollektiv befreiende open air-konzert, die pure energie aus dem szene-club oder die lässige jam-session aus dem backstage-bereich fanden erst zu ihrer vollendung, als sie im anschluss daran durch ihre fotografische dokumentation wieder aufleben konnten. momente, für immer bildlich festgehalten.

kraft und stille liegen gleichermaßen über den fotografien der rockmusik. im zentrum der fotolinse stand von jeher die gitarre. sie „verkörperte“ am deutlichsten die wilde und ungestüme kraft dieses musikgenres. für legendäre gitarristen wie chuck berry, roy orbison, keith richards, bob dylan, pete townshend, jimmy page, frank zappa, slash und viele andere visualisieren die aufnahmen mit ihren geliebten saiteninstrumenten eine unwiderrufliche verschmelzung mit ihrer eigenen persönlichkeit. mensch und gitarre, herz und seele - rock and roll!

wer sich einen guten überblick über einige der weltbesten rockfotografien machen möchte, hat nun anlässlich der wanderausstellung gibson through the lens (london, berlin/juli, new york/september, los angeles/november) die möglichkeit dazu. als nächste ausstellung bietet sich zwischen 6. – 28. juli 2007 beispielsweise ein besuch in der berliner pool gallery an. zu sehen sind fotografien wichtiger musikikonen von berühmten rockfotografen wie jim marshall, ross halfin, baron wolman, mick rock und neal preston. fotografie, ganz ohne musik und trotzdem extrem rockig!

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helmut wolf
pool journal