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faster than the wind
gutes bleibt gut, egal wie viele jahre vergehen mögen. auch bei der „running company“ nike. 35 jahre sind seit der lancierung des legendären oregon waffle racers im jahre 1972, dem ersten laufschuh von nike, vergangen. für die neue herbstkollektion 2007 haben sich die designer von nike wieder auf die ursprünge des unternehmens zurückbesonnen. in den archiven fanden sie weit mehr als nur inspirationen. sie fanden wahre klassiker und viele geschichten, die erzählt werden wollen. wie zum beispiel die stilechte neuauflage des windrunners ...

der begriff „sportswear“ wurde anfang der 70er-jahre noch ganz anders interpretiert. sportbekleidung trug man „sports only“, wobei mode für straße, alltag, abend, party und ausgehen vorgesehen war. sport und mode waren klar voneinander abgegrenzt. heute sind diese bereiche weitgehend miteinander verbunden. sportswear = streetwear = casualwear = fashion wear = urban wear. modische laufschuhe gehören ebenso zum straßenbild, wie der fashion-look auf den sportplatz.

die „running company“ kollektion von nike ist ein wunderbares beispiel für die zunehmende annäherung zwischen sport und mode. als klassische sportmarke des laufsports im jahr 1972 gestartet, zählt das unternehmen heute zu den „big playern“ des internationalen sport-und modemarktes. kollaborationen mit jungen designern, künstlern und kreativen sind zu einer tragenden säule des „nike-spirits“ avanciert. die laufschuhe der anfangsperiode der marke nike gehören heute, im design leicht verändert, zu zeitlosen klassikern.

in diesem zuge kommt es auch zu einer neuauflage der beliebten „windrunner“-jacken. diese gehören - ebenso wie die air-technologie – zur firmen-philosophie. die ursprünglich als schutz für läufer im windigen und regnerischen pazifischen nordwesten gedachte jacke, war ende der 1970er-jahre materialtechnisch gewissermaßen in zwei segmente unterteilt: im schulter- und brustbereich aus wasserabweisendem nylon, im unteren teil der jacken wurde mittels belüfteter einsätze eine gute atmungsaktivität erzeugt. war es anfangs die us-leichtathletikmannschaft, die den „windrunner“ bei den olympischen spielen in oregon getragen hatte, so entdeckte später die hiphop-szene den „fashionablen style“ dieses produkts. ein kult-objekt war geboren – vom running track auf die „piste“.

bei den neu aufgelegten „windrunnern“ der herbstkollektion 2007 stehen stilechte nachbildungen und originalfarben aus dem jahre 1980 ebenso zur auswahl wie „funnel neck“-variationen mit hohem stehkragen und unterschiedlichen farbblock-optiken. die neuen windrunner verbinden sport und mode gewissermaßen in „windeseile“ und sind deshalb auch für nicht-läufer zu empfehlen!

helmut wolf
pool journal