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denim family
die punkband „the clash“ hätte ihre wahre freude gehabt mit den hautengen röhrenjeans der schwedischen marke „dr. denim jeansmakers“. und wie sooft im leben: alles kommt irgendwann wieder, auch die punk- und mod-styles der frühen 1980er jahre. mit sensiblem gespür für progressive designs, gute qualität und faire preise sorgt das familienunternehmen dr. denim seit einiger zeit für aufmerksamkeit. ein gespräch mit marketing direktor johannes graah.
lieber johannes, wo lag deine hauptmotivation ein jeans-label zu gründen?
das liegt bei uns anscheinend in den „genen“ der familie. wir arbeiten schon seit mehr als 30 jahren mit dem material denim, von der produktion über das design bis hin zum marketing - wir lieben einfach die aura der jeans. außerdem haben wir vor einiger zeit beobachtet, dass die durchschnittlichen preise für jeans angestiegen sind, da dachten wir uns, im verhältnis zu produktions- und materialkosten ist dies nicht fair – das war der grundstein zu „dr. denim“.

was ist für dich das besondere an jeans im vergleich zu anderen modeprodukten?
im gegensatz zu anderen modeprodukten hat denim eine lange geschichte, in der sich sowohl ästhetische schönheit als auch praktische funktionalität von arbeitsbekleidung vereinen lassen.

bezieht sich das „dr“ in eurem namen auf einen gesundheitlichen aspekt?
es ist eher ein bescheidener hinweis auf einen erzieherischen ansatz in bezug auf denim. wir behaupten nicht, dass wir die götter des denim-universums oder etwas dergleichen sind. wir hoffen einfach nur, dass die marke die aufmerksamkeit einiger menschen weckt und ihnen etwas über das produkt lehrt. bei uns gibt es kein großartiges konzept, deswegen müssen wir über unsere jeans sprechen, was natürlich weitaus unterhaltsamer ist ...

gibt es einen anlass, bei dem du sagen würdest, dass jeans unpassend sind?
grundsätzlich bin ich der meinung, jeder sollte sich so kleiden wie es seinem charakter entspricht. niemand sollte sich schämen für seinen eigenen stil. aber klar, wenn du jetzt zu einer seriösen veranstaltung mit kleidervorschrift und „schwarzer krawatte“ eingeladen bist, solltest du diesem wunsch des veranstalters schon nachkommen. außerdem macht es viel spaß, seinen stil manchmal auch zu ändern.

was ist dein liebstes outfit?
ich würde so sagen: es ist schon ein großer vorteil, wenn man seine eigene kollektion entwerfen kann, da muss man sich nicht auf ein einziges lieblings-outfit beschränken ...
helmut wolf
pool journal