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freshly baked
zimtstern klingt nach weihnachten, kleinen köstlichkeiten und leckerem gebäck. 1995 kreierten zwei schweizer snowboarder unter diesem namen ihr eigenes rezept für den winterlichen genuss - denn die ideale snowboardausrüstung musste für sie buchstäblich erst gebacken werden. übersättigt von der funktional und designtechnisch anspruchslosen massenware aus den usa begannen sie daher in einer do-it-yourself-garagenaktion „stylische“ kleidung nach eigenen vorstellungen zu entwerfen. inzwischen hat sich zimtstern als internationales snowboardbrand etabliert.
snowboardfahren ist mehr als ein sport, es ist eine lebensphilosophie. für die beiden firmengründer von zimtstern thomas meyer und reto kuster fehlte dieser wichtige aspekt in der ihrer meinung nach fantasielosen und zu form- und stillosen bekleidung großer snowwear-hersteller. sie vermissten den kreativen und individuellen ansatz des sports, der sich in der kleidung ausdrücken sollte. daher machten sie die gemeinsame leidenschaft zum beruf. ihre mission war es, stilistisch und technisch anspruchsvolle snowboardausrüstung für gleichgesinnte zu designen. in eigenregie entstanden die ersten jacken und hosen. dass diese einzelstücke eine ganze lawine lostreten würden, hätten sie zum damaligen zeitpunkt nicht gedacht. die nachfrage nach zimtstern-produkten stieg so rasant an, dass die garage buchstäblich aus allen nähten platzte und durch professionelle fertigungsstätten ersetzt werden musste. in den letzten jahren erweiterte die schweizer marke sein angebot um boards und nützliche accessoires rund um den sport, aber auch um eine streetwear-kollektion für den sommer. inzwischen ist die marke mit dem weiß-roten stern in deutschland, österreich, italien, england und sogar in japan vertreten, und eröffnete 2005 in münchen den ersten flagshipstore. in enger zusammenarbeit mit einem „pro team“, bestehend aus internationalen snowboardern und langjährigen kennern der szene, entsteht jede saison eine kollektion, die ihre eigene, kleine geschichte erzählt. um die einzelnen kollektionslinien klar voneinander abzugrenzen, entwickelte man ein ähnliches punkte-vergabesystem, wie wir es von hotels her kennen: ein stern steht für praktische outerwear, vier sterne für die premium-linie im snowboardbereich. dazwischen funkeln all die anderen, liebevoll gestalteten teile der kollektion, die sich ihr ganz persönliches „zimtstern“ auf dem etikett redlich verdient haben.
isabel baier
pool journal