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häufig gestellte fragen
was inspiriert dich besonders?
inspirieren kann mich alles: reisen, bücher, musik, menschen. aber dann muss zur inspiration noch die kreativität kommen.
dein liebster ort?
das meer, am liebsten dort, wo es auch berge gibt.
dein lieblings-outfit?
das kommt auf die zeit, die umgebung und meine tagesverfassung an. aber auf jeden fall etwas, das mein innerstes widerspiegelt.
reinvent yourself
mit farben setzt man signale. mit farben erzeugt man stimmungen, speziell mit dem farbton orange. andrea cannelloni, kreativdirektor bei boss orange, verbindet mit dieser farbe dynamik und optimismus und akzentuiert die sports- und leisurewear-marke mit dem richtigen gespür für individualität und optimismus.
lieber andrea, wie bist du modedesigner geworden? war dies zufall oder berufung?
ich bin mit dem schneider-handwerk aufgewachsen. meine großmutter war schneiderin, insofern hatte ich schon als kind ständig berührung mit der materie. mit „boss „orange“ kann ich meine ideen in die tat umsetzen und mode entwerfen, die persönliche individualität zum ausdruck bringt.

was symbolisiert die farbe orange für dich?
orange verbindet die energie von rot und die fröhlichkeit von gelb. die farbe steht für dynamik, optimismus, sonne und für kraft. durch und durch positive eigenschaften also.

mit der „boss orange“ kollektion wird der fokus auf urbane „casual wear“ gelegt. wird damit der kunde jünger oder nur anders definiert?
das alter spielt überhaupt keine rolle. viel entscheidender ist die einstellung, die man zu seinem alter hat. die hauptsache ist, dass man jung im kopf ist. der gemeinsame nenner ist das interesse an mode sowie die bereitschaft, sich ständig weiterzuentwickeln und das leben als abenteuer zu betrachten.

mit der positionierung dieses programms geht auch ein neues store-konzept einher. bist du auch für den ganzheitlichen auftritt, in diesem sinne für das shop-interieur der marke verantwortlich?
als kreativdirektor gehören neben dem kollektions-design auch alle anderen gestaltungsebenen der marke, angefangen vom labelling über die verpackung bis hin zur werbekampagne und dem store design, zu meinem aufgabengebiet. der erste special concept-store wurde im februar in berlin-mitte eröffnet und ist in seiner darstellung stark von der stadt inspiriert. bei der gestaltung haben wir außerdem sehr viel wert darauf gelegt, dass die architektur in direkter verbindung zur kleidung steht. wir haben einen ganz eigenen look kreiert.

die unternehmenswurzeln bei boss entspringen der klassischen herren-konfektion. wie würdest du den stil deiner kollektion beschreiben?
1999 wurde „boss orange“ als menswear-linie ins leben gerufen, um bei hugo boss neben der klassisch-eleganten „black-kollektion“ und der trendmarke „hugo“ zusätzlich sports- und leisurewear in das portfolio zu integrieren. inzwischen repräsentiert „orange“ eine komplette kollektion, die sich durch kreativität und spontanität auszeichnet. seit diesem sommer gibt es „orange“ auch für frauen.

zeitgeist und trends schüren bei „orange“ ganz andere erwartungen, als bei der klassischen boss-linie. schafft dies abhängigkeiten oder bedeutet dies eher einen ansporn?
ich glaube nicht, dass es leichter oder schwerer ist, eine klassische oder eine modisch orientierte kollektion zu entwerfen. denn in beiden fällen geht es ja immer darum, gesellschaftliche tendenzen aufzugreifen und diese in die mode zu transferieren. das heißt, man muss sich jede saison neu erfinden und dabei selber treu bleiben. ein anspruch, den ich persönlich immer wieder als spannende herausforderung empfinde!

gibt es, vielleicht auch losgelöst von deiner arbeit, personen der zeitgeschichte, die dich nachhaltig beeinflussen?
auf jeden fall giorgio armani.
christian michalski
pool journal