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häufig gestellte fragen
was inspiriert dich besonders?
meine 15-monatige tochter, die mir zeigt, wofür es sich lohnt zu leben, und dass es viel zu entdecken gibt …

wie lautet deine lebensphilosophie?
kümmere dich um deine liebsten! wenn das jeder verfolgen würde, hätten wir eine glücklichere welt.

was ist besonders wichtig für dich?
freunde und familie

dein lieblings-ort?
exmoor in südengland, dort steht das haus meiner familie. das haus hat traumhaft viel platz und ist umgeben von sehr viel
grüner landschaft. ich liebe es, dort den verlauf der jahreszeiten zu beobachten.

dein lieblings-outfit?
jeans
born to design
offenheit und grenzenloses denken muss das bewusstsein für ursprünglichkeit und authentizität nicht ausschließen. bei der marke pepe jeans, weiß man das sehr gut ...
vor rund 30 jahren von drei indischen brüdern in einem kleinen shop in londons west end gegründet, positionierte sich die marke pepe jeans sehr schnell international und avancierte zu einem der führenden jeans-labels für moderne basics. mitte der neunziger jahre verlegte man den firmensitz nach amsterdam, um die nordeuropäischen märkte intensiver zu betreuen. seit einiger zeit residiert das label nun in der spanischen stadt madrid. ein streifzug durch verschiedenste länder und strukturen, deren spuren sich durchaus positiv innerhalb der kollektion manifestiert haben und eine gelungene balance zwischen neuem und traditionellem darstellen. obwohl sich die programme sehr bunt und vielfältig zeigen, wird den jeans-wurzeln weiterhin der größte freiraum eingeräumt. dies freut auch pepe-jeans-men-designer douglas cordeaux ...

inwieweit kann sich eine marke deiner meinung nach verändern ohne ihre ursprüngliche aussage zu verwässern?
also wir versuchen unsere kunden durch beste qualität und fairem preis/leistungsverhältnis zu überzeugen. ich meine, das ist ein sehr guter weg. wir verfolgen zudem immer unsere sogenannten original-konzepte, was uns eine eigene handschrift verleiht.

madrid und spanien, wo sich euer hauptsitz befindet, das bedeutet auch südländisches flair, lebensfreude und temperament. glaubst du, würde die kollektion einen anderen touch bekommen, wenn du diese in „cloudy london“ kreieren würdest?
ganz ehrlich, ich arbeite im bewölkten london, welche ich für die kreativste stadt der welt halte. obwohl, in bezug auf denim, bin ich noch immer der meinung, dass die japaner die wahren puristen sind, wenn es um das jeans-material denim und die ganzheitliche verwendung von indigo geht.

wie wird man eigentlich jeans-designer? ist das die liebe zum detail, zu authentischen dingen ...?
bei mir war das etwas ganz besonderes: ich habe mich einfach in dieses material verliebt. es ist einfach unglaublich schön, aus etwas ursprünglichem immer wieder was ganz neues zu kreieren.

wie nahe oder wie weit weg muss man als designer beim menschen sein, um nicht allzu abgehoben zu agieren?
ich möchte das einmal so beantworten: ich bin permanent von menschen umgeben und habe großen respekt vor jeglichen leuten, die talent haben.

bist du als designer so eine art visionär oder visualisierst du aktuelle trends und bedürfnisse der menschen, um kommerziellen und ökonomischen interessen gerecht zu werden?
das beschreibt genau meine aufgabe! ja, ich habe wirklich echtes glück, dass ich die ideengabe und die inspiration für das „designen“ von produkten quasi von alleine oder von natur aus mit bekommen habe.

worin besteht dein antrieb kreativ zu sein?
ich wurde einfach geboren, um dinge zu gestalten und zu zeichnen, die ich für überlebenswichtig halte.

die wertestandards haben sich heute total verschoben: alles wird immer billiger, ist quasi „nichts mehr wert“. wie siehst du diese entwicklung gerade als designer, der soviel arbeit und know-how in die produkte steckt?
ich habe ein großes, phantastisches team rund um mich, und wir lieben es alle, neue kollektionen zusammenzustellen, pepe von saison zu saison weiter zu entwickeln, besser zu machen. diese viele arbeit, welche wir hier reinstecken, erkennen unsere kunden am produkt, und somit macht sich dieser aufwand auch bezahlt.
helmut wolf
pool journal