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natur und kosmetik
die kosmetikmarke aveda begeistert mit ihrer umweltverträglich hergestellten naturkosmetika nicht nur hollywood-diven wie madonna und julia roberts ...
als die kosmetikmarke aveda 1978 ihr erstes auf pflanzenstoffen basierendes shampoo auf den markt brachte, war der boden für ökologische produkte längst noch nicht bereitet. zumal aveda nicht einfach nur hochwertige produkte aus naturwirkstoffen herstellen wollte, sondern mit seiner philosophie auch für nachhaltiges wirtschaften eintrat. der gründer, österreicher horst rechelbacher, stellte sich mit seinen produkten gegen die erzeugnisse der petrochemischen industrie, die auf natur, mensch und umwelt keine rücksicht nahm. viele der ideale, die vor zwei jahrzehnten, als aveda gegründet wurde, noch als avantgardistisch galten, sind heute in das tägliche leben der menschheit eingegangen. der schutz aussterbender pflanzen, der verantwortungsvolle umgang mit luft und wasser, die ablehnung von umweltschädigenden methoden in der landwirtschaft. viele der visionären ideen von damals sind heute längst allgemeingut. kein grund für aveda, sich mit dem status quo zufrieden zu geben. mit großem engagement stellt die marke jeden tag aufs neue unter beweis, dass sich verantwortungsvoller umgang mit den ressourcen und gewinnsteigerung nicht ausschließen. aveda ist ökokapitalismus par exellence. denn beim haarshampoo von 1978 ist es längst nicht geblieben. bis zum heutigen tag hat aveda sein sortiment auf gesichtspflege, haarprodukte, parfum aus natürlichen essenzen, körperpflege und make-up ausgedehnt. in zahlreichen metropolen können sich kunden in exklusiven aveda haarsalons und spas verwöhnen lassen. stars und hochglanzmagazine schwärmen gleichermaßen für die ökologisch hergestellten produkte. der plötzliche rummel um den naturkosmetikhersteller kann diesen in seinem konsequenten weg nicht beirren. mit ungebrochener ambition treibt aveda seinen umweltschutzgedanken weiter. da wird der stromverbrauch und der kohlendioxidausstoß im werk in blaine, minnesota, drastisch reduziert, die einrichtung der aveda-stores ausschließlich mit nachwachsenden rohstoffen konzipiert, der recyclinganteil in dem verpackungs- und werbematerial noch erhöht.
herausragend ist auch avedas zusammenarbeit mit bedrohten indigenen völkern. indem das unternehmen beispielsweise dem stamm der yawanawa im amazonasgebiet ein zuverlässiger abnehmer für das rote samenpigment der urukumpalme ist, kann nicht nur der natürliche lebensraum dieses naturvolks bewahrt werden. auch sprache, kultur und wissen dieser nachfahren der inkas werden erhalten, da man diesen menschen die chance eröffnet, in ihrer heimat mit ihnen vertrauten produkten ihr überleben zu sichern.
bei so viel engagement läuft ein unternehmen oft gefahr, seinen kunden zu gutmenschlich, zu belehrend, zu anstrengend zu werden. schließlich will man nicht bei jeder flasche shampoo an die globale erwärmung und das ozonloch denken. einer gefahr, der horst rechelbacher von anfang an mit professionalität und konsequenter hochwertigkeit herr wurde. die ansprechend simplen verpackungen, die wunderschönen kataloge, die zeitgemäßen spas und salons vermitteln alles andere als müsli-image. die produkte sprechen auch jene kunden an, die den hintergrund von aveda nicht kennen. lippenstifte, die nach zimt oder pfefferminze schmecken, aromaöle, in denen unverfälschte düfte der natur eingefangen sind, hautpflege, die mit spuren von mineralien die haut zum strahlen bringt: all diese produkte entfalten ihre reize auch ohne das philosophische denkgebäude von aveda. nichts zwingt die konsumenten dazu, tiefer in die sinnliche welt von aveda einzutauchen. doch wer einmal damit begonnen hat ...
„wir haben uns zum ziel gesetzt, sorgsam und respektvoll mit der umwelt umzugehen. diese philosophie kommt sowohl in unseren produkten als auch in unserem bemühen um das wohlergehen der mitmenschen zum ausdruck. aveda will im verantwortungsbewussten umgang mit der natur und ihren ressourcen eine führungsrolle übernehmen - nicht nur in der welt der kosmetik, sondern auch zugunsten der welt in der wir leben.“ horst rechelbacher, gründer von aveda.
martina müllner
pool journal